Seit 1988 arbeite ich, mit kurzen Unterbrechungen, in der stationären Jugendhilfe. 2004 habe ich aus einer Unzufriedenheit mit dem bestehenden Jugendhilfesystem den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und eine kleine, zunächst familienanaloge, Wohngruppe gegründet. 2014 erfolgte die Umwandlung in eine Regelwohngruppe nach § 34 und § 35a SGB VIII mit sechs Plätzen und 6,8 päd. Fachkräften. Der Schwerpunkt liegt bei FASD und Trauma.
Um den jungen Menschen, meinem Team, aber auch den Eltern/Familien gerecht zu werden, habe ich regelmäßig an Weiterbildungen teilgenommen und bin Mediatorin (nach Standards und Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbandes Mediation e.V.), systemische Beraterin, Fachkraft nach § 8a SGB VIII, BAKD & IB zertifizierte Fachkraft für FASD, DeGPT zertifizierte Traumapädagogin / Traumazentrierte Fachberaterin und angehende Supervisorin
Mein Beruf ist tatsächlich meine Berufung und auch die Beratung von Fachkräften, Eltern, Lehrkräften etc. ist mir ein Anliegen. Zu der Themenkombination FASD und Trauma gebe ich regelmäßig Fortbildungen u.a. an Schulen, aber auch für Jugendhilfeeinrichtungen.
Methodische Ansätze:
- Individualpädagogik, am Menschen orientiert
- Traumapädagogik
- Systemischer Blick
- Tiergestütztes Arbeiten
- Ressourcenorientierung
- Biografiearbeit
- Übergänge bewusst gestalten / Transition
Supervision und Fachberatung haben einige Parallelen, unterscheiden sich jedoch in elementaren Punkten. Der wichtigste hierbei ist, dass ich Sie in der Funktion als Supervisorin lediglich in einem Prozess begleite, bei welchem Sie für sich, für das Team oder den zu klärenden Fall selbst eine Lösung erarbeiten. Dabei ist mir neben der selbstverständlichen Schweigepflicht wichtig, dass alle Beteiligten in ihrer Individualität berücksichtigt werden, ein sicherer Ort geschaffen wird und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit gegeben ist oder hergestellt werden kann. Ich wünsche mir, dass Supervision als Chance und nicht als zusätzliche Belastung gesehen wird.
Als Fachberaterin stehe ich Ihnen bei Themen rund um Ihren Berufsalltag zur Seite, die nicht im Rahmen von Supervision geklärt werden können. Insbesondere biete ich Fallberatung und Beratung bei Fragen oder Konflikten in der Zusammenarbeit mit Eltern/dem Familiensystem und Jugendamt (KSD/ASD) an. Dabei können rechtliche Aspekte zwar beleuchtet werden, jedoch gebe ich keine Rechtsberatung.
Manchmal ergibt sich aus einer Fallsupervision heraus die Notwendigkeit einer Fachberatung. Grundsätzlich ist es möglich, beide Verfahren anzubieten, jedoch erfolgt hierbei eine klar formulierte und zeitliche Abgrenzung.
Sie können von mir Fachlichkeit, Wertschätzung und Vertraulichkeit erwarten und gehe davon aus, dass mein Gegenüber ebenfalls eine wertschätzende und kooperative Haltung mitbringt. Unausgesprochene Konflikte oder Unzufriedenheiten stören den Beratungsprozess, so dass ein offener Umgang damit von allen Beteiligten angestrebt werden sollte.
Um sich bewusst für- oder gegeneinander entscheiden zu können, biete ich Ihnen einen einstündigen Kennlerntermin an.
Im Kontext Fachberatung werden Termine bedarfsorientiert vereinbart. Der zeitliche Rahmen ist abhängig vom Umfang der Fragestellung. Gern unterstütze ich Sie auch bei der Vorbereitung von Hilfeplangesprächen, in der Elternarbeit oder bei Konflikten mit beteiligten Institutionen.
Noch im Kontaktstudium Supervision befindlich berate ich seit einiger Zeit Fachkräfte im Rahmen von Einzelsupervision. Begleitet werde ich hierbei in der Vor- und Nachbereitung durch einen Lehrsupervisor und eine Intervisionsgruppe. Grundsätzlich sind aber auch Gruppen- oder Teamsupervision möglich.
Erziehungsberatung:
Für Eltern, Groß-, Adoptiv- und Pflegeeltern biete ich Erziehungsberatung an.
Manchmal kommen wir im Umgang mit unseren Kindern an Grenzen und benötigen Unterstützung, die Situation zu entwirren und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Erziehungsberatung heißt, neue Perspektiven und Handlungsmuster kennenzulernen. Ich werde Ihnen keine Lösungen anbieten und ich verspreche Ihnen auch nicht, dass es für jedes Problem eine einfache Lösung gibt. Was ich Ihnen anbiete, ist ein offenes Ohr, langjährige Erfahrung im Umgang mit jungen Menschen zwischen 4 – 21 Jahren und eine hohe Fachkompetenz. Ich unterliege der Schweigepflicht, welche jedoch bei Feststellung einer Kindeswohlgefährdung und fehlender Bereitschaft, diese abzuwenden aufgehoben werden kann.
Inhouse-Schulungen FASD:
(Junge) Menschen mit FASD stellen Jugendhilfeeinrichtungen, Betreuungspersonen, Schulen, Kitas usw. vor besondere Herausforderungen. Ein grundlegendes Wissen um die Besonderheiten dieser Behinderung hilft, den Alltag mit den Betroffenen besser zu bewältigen und sinnvolle Strukturen zu schaffen. Gerade in Teams oder bei mehreren Beteiligten benötigen Menschen mit FASD Verlässlichkeit, Betreuungspersonen, die kooperations- und konsensfähig sind, sowie einen überschaubaren Alltag. Gern begleite ich Sie dabei, sich mit dem Thema FASD auseinanderzusetzen, neue pädagogische Ansätze kennenzulernen und individuelle Konzepte zu erstellen. Nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf, um die Rahmenbedingungen und die Kosten zu besprechen.